The Otter Nomads

The Otter Nomads

  • Instagram
  • Link
  • Blog
  • Über uns
  • Unsere Reise
    • Japan
    • Südkorea
    • Australien
    • Vietnam
    • China und Hongkong
    • Taiwan
    • Südostasien
    • Zentralasien
    • Engadin
  • Taiwan: Velowege im Grünen

    21.11.2025
    Taiwan

    Direkt am Flughafen in Taipei treffen wir Camillo, ein guter Freund aus der Schweiz. Die nächsten Wochen sind wir mit ihm unterwegs in Taiwan. Die drei Velos lassen wir mit einem über eine App bestellten Transporter abholen und ins Hotel bringen, das Gepäck wäre deutlich zu gross für die Metro. 

    Aus der Metro ausgestiegen regnet es beinahe horizontal – der Taifun Fung-Wong ist unterwegs zur Insel und bringt viel Wind und Regen mit. Zum Glück sind wir nahe am Hotel. Die ersten paar Tage in Taipei gewöhnen wir uns an das warme, aber sehr nasse Klima. Meistens ist es deutlich kühler als in Kuala Lumpur, aber trotzdem tropisch. Die Stadt ist praktisch um zu Fuss zu entdecken. An jeder Ecke gibt es etwas zu Essen oder Bubble Tea – Taiwan ist der Ursprungsort dieses kurligen Getränkes. Zuerst wird ausgewählt welche Teesorte, dann gibt es verschiedene Zusätze wie frische Früchte und dann kann der Zucker- und Eisgehalt sowie welche Art der Bubbles gewählt werden. Die Bubbles sind aus Tapioka-Stärke. 

    Der Taifun ist zum Glück schwächer geworden und wir können wie geplant starten. Der erste Tag auf dem Velo ist sehr, sehr nass. Es regnet praktisch ununterbrochen, aber da es relativ warm ist, sind die nassen Kleider und Schuhe nicht so unangenehm. Der Veloweg ist perfekt und beinahe ohne Autoverkehr kommen wir schnell aus der Stadt raus. Die Anstiege sind wie erwartet ziemlich steil, aber wir haben viel zu entdecken. Überall neue Pflanzen, die ersten Affen und schöne Aussicht in die wolkenverhangenen Hügel. Die Route am ersten Tag ist wirklich wunderschön und abwechslungsreich – wir sind begeistert. Zum Mittagessen gibt es Nudeln mit Teeöl und Tofu, sehr lecker! 

    Am zweiten Tag müssen wir unsere Route etwas umplanen und für ein Stück den Zug nehmen. Ein Erdrutsch hat eine Strasse verschüttet. Das Zugticket lösen und mit dem Velo in den Zug ist fast unkomplizierter als in der Schweiz. Jetzt sind wir das erste Mal am Meer, und sind erstaunt wie warm das Wasser hier ist. 

    Die nächsten Tage fahren wir der Küste entlang, immer wieder unglaublich schöne Blicke auf die schwarzen Strände und felsigen Klippen, kombiniert mit einer unglaublich reichen Natur. Beinahe jeden Tag sehen wir Affen entlang der Strasse. Die Strassen haben immer einen breiten Velostreifen und der Verkehr ist rücksichtsvoll. Sogar ein knapp drei Kilometer langen Tunnel gibt es auf der Veloroute.

    Wir biegen ins landesinnere ab für einen Ausflug in die berühmte Tarokoschlucht. Nach dem grossen Erdbeben von letztem Jahr wird die Strasse noch immer wiederhergestellt und die Schlucht ist nur zu bestimmten Tageszeiten befahrbar. Die Strasse führt vom Meer bis auf über 3000 MüM. Wir fahren bis circa 1500 MüM, und geniessen wirklich jeden Moment. Die Aussicht bei mittlerweile sonnigem Wetter ist genial. Beim Aufwachen im Hostelzimmer warten die Affen schon auf dem Balkon und beobachten uns gespannt.

    9
  • Stopover in Kuala Lumpur

    15.11.2025
    Südostasien

    Frühmorgens landen wir in Kuala Lumpur, und mit den ersten Schritten vom Flughafen nach draussen spüren wir das neue Klima bereits. Gestern sind wir mit Schnee aufgewacht, heute ist es bereits um 7 Uhr über 25 Grad warm. 

    Um uns etwas zu entspannen und anzukommen, verbringen wir den Nachmittag im Schmetterlingsgarten. Umgeben von Pflanzen, welche wir in der Schweiz als Zimmerpflanzen bestens kennen und mit Schmetterlingen in allen Farben und Formen versuchen wir uns an die Hitze zu gewöhnen. Am Nachmittag wird es bis zu 35 Grad heiss, dazu ist sehr viel Feuchtigkeit in der Luft. 

    Wir verbringen in Kuala Lumpur nur ein verlängertes Wochenende, da wir sowieso ein Stopover hatten mangels direkten Flugverbindungen nach Taiwan, entschieden wir uns die Stadt anzusehen. Ein ehemaliger Arbeitskollege von Silvan, der in Singapur lebt, verbringt das Wochenende mit uns. 

    Die Stadt fasziniert uns trotz der immensen Hitze. Sehr lebendig, viel Kultur und eine spannende Mischung aus alt und modern. Und in Kuala Lumpur kannst du an einem einfachen Streetfood-Stand leckeres Abendessen erhalten und dabei die Aussicht auf die Skyline mit dem weltweit zweithöchsten Gebäude geniessen. 

    Am letzten Tag schauen wir zwei riesige Moscheen im Süden der Stadt an – die erste wirkt mit ihrem lila-pinken Stil beinahe wie ein Tempel. Die zweite ist mehrheitlich aus Stahl und hat uns mit dem luftigen Innenhof sehr gefallen. 

    Jetzt freuen wir uns auf ein paar Grad kühleres Wetter und das wir im Februar zurück in Malaysia sein werden. 

    7
  • Kasachisches Stadtleben

    11.11.2025
    Zentralasien

    Als wir uns bei der groben Routenplanung entschieden in Almaty die Zentralasien-Reise abzuschliessen, hatten wir noch nie wirklich von dieser Stadt gehört. Almaty ist mit über zwei Millionen Einwohnenden die grösste Stadt und die frühere Hauptstadt von Kasachstan. Sie liegt am nördlichen Rand des Tien Shan-Gebirge, die Berge beginnen effektiv am Stadtrand. 

    Uns hat die Stadt sehr positiv überrascht, sehr lebendig und viele Leute sind zu Fuss unterwegs. Die älteren, aus der Sowjetzeit stammenden, Wohnblocks haben ihre eigene Ästhetik. Zusammen mit dem vielen Grün in der Stadt hat es uns sehr gefallen. 

    Da wir noch Lust hatten mehr von Kasachstan zu sehen und insbesondere mit dem Zug unterwegs sein wollten, haben wir einen Städtetrip nach Türkistan unternommen. Im komfortablen Nachtzug (ab nächstem Jahr sogar noch komfortabler, da moderne Stadler-Züge in Betrieb gehen) haben wir die knapp 1000 km durch die kasachische Steppe geniessen können. Die Zugreise hat sich wie eine kurze transsibirische Fahrt angefühlt, sehr monotone aber trotzdem wunderschöne Landschaften. 

    In Türkistan ist das Mausoleum von Hodscha Ahmad Yasawi, welches von Timur im 14. Jahrhundert gebaut wurde sehr eindrücklich. Ansonsten war die Stadt nicht sehr spannend, aber wir sind der Zugfahrt wegen hierher gekommen. Zurück in Almaty war noch Zeit das neue Kunstmuseum mit der Ausstellung von der kasachischen Künstlerin Almagul Menibayeva zu besuchen. Die Ausstellung war beeindruckend und wir lernten nicht nur die Werke von ihr kennen, sondern haben viel über die Geschichte von Kasachstan dazugelernt und mit unseren Erfahrungen verknüpfen können. 

    Am letzten Abend in Almaty kam der Winter, bei nassem Schneeregen sind wir in unsere Wohnung zurückgekehrt und haben noch die letzten Dinge eingepackt. Am nächsten Morgen war der Blick aus dem Fenster winterlich, über Nacht blieb der Schnee liegen und hat uns einen wunderschönen Abschluss bereitet. 

    11
  • Seen, Wälder und der erste Schnee

    31.10.2025
    Zentralasien

    Im Osten von Kirgistan angekommen erkunden wir die Täler am südlichen Ufer des Issyk-Köls. Zuerst das Djuuku-Tal, in welchem wir im Zelt übernachten und am Morgen zum verschneiten Djuuku-See wandern. Das Tal gefällt uns sehr, wir sind einsam unterwegs und nur eine Gruppe Jäger erschreckt uns am Abend, da sie direkt in der Nähe von unserem Zelt erfolglos versuchen einen Hasen zu schiessen.

    Von Karakol wandern wir ins Altyn Arashan Tal, und entspannen uns kurz in den heissen Quellen. Die Wanderung ist mit über 30 Kilometer etwas zu lange für eine gemütliche Tagestour, aber das Bad im heissen Pool ist die Anstrengung wert.

    In Karakol besuchen wir den wöchentlichen Tiermarkt. Sonntagmorgen um etwa 7:30 Uhr bahnen wir uns einen Weg durch die vielen Pferde, Schafe und Ziegen. Ein Pferd wird ab CHF 1’000 verkauft, ein Schaf ab CHF 100.

    Als letztes Tal in Kirgistan besuchen wir das Jyrgalan-Tal. Die Zwischensaison ist spürbar, im relativ grossen Guesthouse sind wir die einzigen Touristen. Der einzige andere Gast ist ein türkischer Ingenieur, welcher den Bau der neuen Druckleitung für ein Wasserkraftwerk beaufsichtigt. Wir machen eine kleine Wanderung und geniessen das letzte Mal den Blick auf das Tien Shan Gebirge. Dabei werden wir von einer Gruppe Geier begleitet, die zusammen den Wind geniessen und Ausschau nach Beute halten. In der Nacht gibt es etwas Neuschnee, am Morgen ist die Strasse aber bereits wieder braun. Von Jyrgalan geht es für uns nach Kegen, das erste Dorf nach der Grenze in Kasachstan. Da es dort absolut nichts zu sehen gibt, und das einzige Hotel nicht sehr einladend wirkt, organisieren wir ein Taxi nach Saty.

    Saty ist ein sehr touristischer Ort, welcher als Ausgangsort für den Nationalpark mit den drei Kölsay-Seen und dem Kaindy-See dient. Wir verbringen hier ein paar Tage, mit zahlreichen kasachischen Touristen, welche am Wochenende den Städten entfliehen und nach Saty kommen. Die Seen sind durchaus sehenswert, die Guesthouses sind aber leider keine Perle Kasachstans.

    9
  • Etwas Abwechslung zum Velo

    25.10.2025
    Zentralasien

    Das kirgisische Volk ist bekannt für ihr Nomadentum, im Sommer ziehen die Familien aus den Dörfern in die Berge und leben von circa Juni bis September in einer Jurte. Die Familien nutzen die Sommerweiden für ihre Tiere, vorallem für ihre Pferde und Kühe. Pferde sehen wir in Kirgistan sehr oft: in Herden auf den grossen Weiden oder auch oft mit einem Reiter. Reiterinnen sehen wir nur ganz wenige. Nach über einem Monat auf dem Velo finden wir es ist Zeit um etwas Neues auszuprobieren: Wir tauschen unsere Velos gegen Pferde: Stitch für Silvan und Ben für Nora. In einer kleinen Gruppe mit sympathischen Guides starten wir in Kyzart und reiten zum bekannten Song-Köl See. Die steilen Wege hoch zum See sind mit dem Pferd deutlich weniger anstrengend (für uns jedenfalls). Die Guides haben ihre Pferde super trainiert und nach 2-3 Stunden auf dem Pferd gibt es den ersten Ritt im Galopp. Wir geniessen den sonnigen Nachmittag am See, aber sobald die Sonne untergegangen ist, wird es bitterkalt. Wir sind aber auch auf über 3000 MüM, daher haben wir die frostigen Temperaturen erwartet. Die Jurte wird kräftig eingeheizt, zum schlafen ist es beinahe zu warm. Am letzten Tag beeindrucken uns die Pferde: Wir gehen auf einem steilen Weg ins Tal zurück, zum Teil liegt noch Schnee. Der Weg wäre in der Schweiz ein Rot-Weisser Wanderweg – für die Pferde absolut kein Problem. Der organisierte Pferdetrip zum See ist für uns als Erlebnis ein absolutes Highlight, aber auch weil wir im Dorf Kyzart gesehen haben, dass Tourismus gute Seiten hat. Der Trip war verhältnismässig teuer (180 USD pro Person), aber das Geld wird im Dorf sichtbar investiert in die Gemeinschaft. Beispielsweise für neue Sportplätze und eine neue Schule für die zahlreichen Kinder. 

    Nach den drei Tagen sind wir zurück auf dem Velo, eine Erleichterung zumindest für Silvan. Ohne gute Reithose schmerzt das Reiten nach den drei Tagen ziemlich. Mit dem Velo geht es Richtung riesigen Issyk-Köl See. Mit 6’236 km2 ist der Issyk-Köl der zweitgrösste Gebirgssee der Welt, nach dem Titicaca-See in den Anden. Der See gefällt uns auf Anhieb, das kräftige Blau und der weite Blick sind eine willkommene Abwechslung. Auch die grünen Wiesen am Ufer sind eine Farbe, welche wir bisher in Zentralasien vermissten. Wir fahren dem Südufer entlang bis knapp vor Karakol. Dort bleiben wir einige Tage und planen ein paar Abstecher in die südlichen Täler. 

    7
Neuere Beiträge
1 … 3 4 5 6 7
Ältere Beiträge

See you soon! 🦦

Reiseblog von Nora & Silvan

Contact us

About

  • Blog
  • Über uns
  • Unsere Reise
    • Taiwan
    • Zentralasien
    • Engadin

© 2026 Nora Lustenberger & Silvan Hostettler