Als wir uns bei der groben Routenplanung entschieden in Almaty die Zentralasien-Reise abzuschliessen, hatten wir noch nie wirklich von dieser Stadt gehört. Almaty ist mit über zwei Millionen Einwohnenden die grösste Stadt und die frühere Hauptstadt von Kasachstan. Sie liegt am nördlichen Rand des Tien Shan-Gebirge, die Berge beginnen effektiv am Stadtrand.
Uns hat die Stadt sehr positiv überrascht, sehr lebendig und viele Leute sind zu Fuss unterwegs. Die älteren, aus der Sowjetzeit stammenden, Wohnblocks haben ihre eigene Ästhetik. Zusammen mit dem vielen Grün in der Stadt hat es uns sehr gefallen.
Da wir noch Lust hatten mehr von Kasachstan zu sehen und insbesondere mit dem Zug unterwegs sein wollten, haben wir einen Städtetrip nach Türkistan unternommen. Im komfortablen Nachtzug (ab nächstem Jahr sogar noch komfortabler, da moderne Stadler-Züge in Betrieb gehen) haben wir die knapp 1000 km durch die kasachische Steppe geniessen können. Die Zugreise hat sich wie eine kurze transsibirische Fahrt angefühlt, sehr monotone aber trotzdem wunderschöne Landschaften.
In Türkistan ist das Mausoleum von Hodscha Ahmad Yasawi, welches von Timur im 14. Jahrhundert gebaut wurde sehr eindrücklich. Ansonsten war die Stadt nicht sehr spannend, aber wir sind der Zugfahrt wegen hierher gekommen. Zurück in Almaty war noch Zeit das neue Kunstmuseum mit der Ausstellung von der kasachischen Künstlerin Almagul Menibayeva zu besuchen. Die Ausstellung war beeindruckend und wir lernten nicht nur die Werke von ihr kennen, sondern haben viel über die Geschichte von Kasachstan dazugelernt und mit unseren Erfahrungen verknüpfen können.
Am letzten Abend in Almaty kam der Winter, bei nassem Schneeregen sind wir in unsere Wohnung zurückgekehrt und haben noch die letzten Dinge eingepackt. Am nächsten Morgen war der Blick aus dem Fenster winterlich, über Nacht blieb der Schnee liegen und hat uns einen wunderschönen Abschluss bereitet.















































































































